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Lyrik
Der Zauberlehrling 2017 -Trumpmania

Das klassische Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe in neuer Fassung zu einem aktuellen Thema unter Einbeziehung von Original-Textpassagen.
Hat der alte Staatsregent
sich alsbald hinwegbegeben,
lässt der neue Präsident
das Volk nach seinem Zauber leben.
Regularien und geschaffene Werke
müssen weg, sagt ihm sein Bauch,
passen nicht zur eignen Geistesstärke.
Für ihn sind die Ellenbogen Brauch.

Walle, walle
wir sind stark.
Dieses Land lebt jetzt autark.
Nationales Potential soll  fließen
und mit reichem, vollem Schwalle
zum Wohlstand sich ergießen.

Her mit Dir, du Zauberbesen
feg geschwind Randgruppen fort.
Toleranz, die einst gewesen,
sucht sich einen andren Ort.
Stolz den Kopf erhoben
und mit festem Schritt
soll der Bürger sich selbst loben,
nicht alle kommen dabei mit.

Walle, walle
wir sind stark.
Dieses Land lebt jetzt autark.
Nationales Potential soll  fließen
und mit reichem, vollem Schwalle
zum Wohlstand sich ergießen.

Der illegalen Immigrantenbrut
wird der Besen sich erwehren.
Die tut dem Arbeitsmarkt nicht gut
drum Einwanderung muss man verwehren.
Zäune werden installiert,
und Gesetze angewandt,
damit auch der Letzte dann kapiert
du bist unerwünscht in unserm Land!

Auf alle andren runtersehn.
Er will, er kann,
er ist der starke Mann.
Ist das vermessen?
Make America great again –
keiner soll den Slogan je vergessen!

Für ihn Erderwärmung ist ne Mär.
CO²-Ausstoß was soll das sein?
Die Pole schmelzen – bitte sehr!
Auf Studien fällt er nicht herein.
Natur und Umwelt schützen,
bringt Kosten statt Gewinn.
Das kann keinem nützen
und macht für Unternehmen keinen Sinn.

Nein, nicht länger
kann er’s lassen,
ins Weltgeschehen reinzufassen.
Das ist Tücke!
Ach! Nun wird’s den andren immer bänger!
Welche Miene! Welche Blicke!

Zauberbesen, gutes Stück
lass Importe weichen;
ein erster Schritt zum großen Glück,
um Profite einzustreichen.
Lass vor Ort nur produzieren,
und lass Handelsschranken sprießen,
Export musst du protegieren
so wird Wachstum in die Höhe schießen.

Er will am Ende
nichts beim Alten lassen!
Die Intention ist kaum zu fassen.
Versprechen nicht halten,
das führt zur unwägbaren Wende
und wird Gemüter spalten.

Seht da kommt der neue wieder
und wird die Lobbyisten stärken.
Von denen streckt ihn keiner nieder.
Klar, die Taktik soll der Bürger nicht bemerken.
Exemplarisch eine Knarre just für jedermann.
Die gibt dem Bürger scheinbar Macht,
kurbelt Produktionen an
und hat einst Wählerstimmen eingebracht.

Wehe! wehe!
Falls alle Thesen,
die im Wahlprogramm gewesen,
werden real,
und er wird den Weg so weitergehen,
streut das Ergebnis international!

Erklär Mitgliedern von UN und Kyoto
Zauberbesen als dein nächster Schritt,
was nicht passt in das Regenten Motto
dabei macht er nicht mehr  mit.
Er ist der Staatenmeister
und die internationale Sorge groß,
dass vom Volk gewählte Geister,
wird die Welt vorerst nicht los!

In die Ecke ihn zu weisen,
um das Ruder rumzureißen,
das wird nicht gelingen.
Ignoranz,  lässt schwerlich sich bezwingen
und Objektivität bleibt auf der Strecke,
wo Regenten sehn nur eigne Zwecke.

Schlusswort:
Das alles klingt nicht gut,
und macht der Dichterin nur wenig Mut.
Was soll bloß werden aus der Welt,
wenn überall regiert die Sucht nach Geld?
Wo bleibt denn da das Happy End?
Unsere Probleme lösen nicht Macht und Gier
sondern einzig ein geeintes  WIR!!


Hat der alte Hexenmeister
sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
auch nach meinem Willen leben.
Seine Wort und Werke
merkt ich und den Brauch,
und mit Geistesstärke
tu ich Wunder auch.

Walle! walle
Manche Strecke,
daß, zum Zwecke,
Wasser fließe
und mit reichem, vollem Schwalle
zu dem Bade sich ergieße.

Und nun komm, du alter Besen!
Nimm die schlechten Lumpenhüllen;
bist schon lange Knecht gewesen:
nun erfülle meinen Willen!
Auf zwei Beinen stehe,
oben sei ein Kopf,
eile nun und gehe
mit dem Wassertopf!

Walle! walle
manche Strecke,
daß, zum Zwecke,
Wasser fließe
und mit reichem, vollem Schwalle
zu dem Bade sich ergieße.

Seht, er läuft zum Ufer nieder,
Wahrlich! ist schon an dem Flusse,
und mit Blitzesschnelle wieder
ist er hier mit raschem Gusse.
Schon zum zweiten Male!
Wie das Becken schwillt!
Wie sich jede Schale
voll mit Wasser füllt!

Stehe! stehe!
denn wir haben
deiner Gaben
vollgemessen! -
Ach, ich merk es! Wehe! wehe!
Hab ich doch das Wort vergessen!

Ach, das Wort, worauf am Ende
er das wird, was er gewesen.
Ach, er läuft und bringt behende!
Wärst du doch der alte Besen!
Immer neue Güsse
bringt er schnell herein,
Ach! und hundert Flüsse
stürzen auf mich ein.

Nein, nicht länger
kann ichs lassen;
will ihn fassen.
Das ist Tücke!
Ach! nun wird mir immer bänger!
Welche Miene! welche Blicke!

O du Ausgeburt der Hölle!
Soll das ganze Haus ersaufen?
Seh ich über jede Schwelle
doch schon Wasserströme laufen.
Ein verruchter Besen,
der nicht hören will!
Stock, der du gewesen,
steh doch wieder still!

Willst am Ende
gar nicht lassen?
Will dich fassen,
will dich halten
und das alte Holz behende
mit dem scharfen Beile spalten.

Seht da kommt er schleppend wieder!
Wie ich mich nur auf dich werfe,
gleich, o Kobold, liegst du nieder;
krachend trifft die glatte Schärfe.
Wahrlich, brav getroffen!
Seht, er ist entzwei!
Und nun kann ich hoffen,
und ich atme frei!

Wehe! wehe!
Beide Teile
stehn in Eile
schon als Knechte
völlig fertig in die Höhe!
Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!

Und sie laufen! Naß und nässer
wirds im Saal und auf den Stufen.
Welch entsetzliches Gewässer!
Herr und Meister! hör mich rufen! -
Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los.

"In die Ecke,
Besen, Besen!
Seids gewesen.
Denn als Geister
ruft euch nur zu seinem Zwecke,
erst hervor der alte Meister."

 
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